axomera
Die Axomera-Therapie

Die vierte Ebene der konservativen Medizin.

Medikamente, Injektionen , physikalische Therapie— die konservative Medizin kennt drei Wege, mit chronischem Schmerz umzugehen. Axomera fügt einen vierten hinzu: die schwachen elektrischen Felder, mit denen der Körper Entzündung und Heilung selbst steuert. Hier sehen Sie, wie eine Behandlung abläuft, worauf sie beruht — und wie Sie selbst dazu beitragen.

Ärztliche Ersteinschätzung, bevor Sie anreisen.

01 · Die Behandlung

Vier Schritte. Kein Schnitt.

Eine Sitzung dauert etwa eine halbe Stunde. Entscheidend ist die Präzision.

Sitzungsdauer
ca. 30 Min.
Sitzungszahl
meist 4–6
Abstand
3–7 Tage
Verträglichkeit
i. d. R. schmerzarm
  1. 01

    Schmerz lokalisieren

    Die schmerzrelevante Struktur wird gezielt aufgesucht — unter anderem mit einer Drucksonde und ultraschallgesteuert.

  2. 02

    Sonden platzieren

    Feine, akupunkturähnliche Sonden werden millimetergenau am erkrankten Gewebe gesetzt.

  3. 03

    Stimulieren

    Rund 30 Minuten sanfte, individuell eingestellte Stimulation — meist nur als feines Kribbeln spürbar.

  4. 04

    Danach

    Nach der Sitzung können Sie in der Regel sofort aufstehen und Ihren Alltag fortsetzen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

In der Regel nicht. Axomera arbeitet mit sehr feinen Sonden und einem undulierenden Gleichstrom unterhalb der Schmerzschwelle (im Bereich von Mikroampere); viele Patientinnen und Patienten empfinden die Sitzung als entspannend.

Nebenwirkungen?

Die Therapie wird im Allgemeinen gut vertragen. Vorübergehend können ein leichtes Wärmegefühl oder eine kurzzeitige Hautrötung an der Behandlungsstelle auftreten.

Kann ich danach Auto fahren oder arbeiten?

In der Regel ja — meist ist keine Ausfallzeit zu erwarten, Sie sind unmittelbar transport- und alltagsfähig. Sport oder schwere körperliche Tätigkeit am Behandlungstag bitte mit der Praxis besprechen. Nach einer Kopfschmerztherapie kann vorübergehend  Müdigkeit auftreten.

Kombinierbar?

Ja — mit Akupunktur, Krankengymnastik, Manual- und physikalischer Therapie; Injektionen sind möglich, sofern es sich nicht um Kortison handelt.

Kosten?

Reine Selbstzahlerleistung (IGeL). Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten die Therapie häufig ganz oder teilweise; vor Beginn erhalten Sie eine transparente Aufklärung über den voraussichtlichen Aufwand.

02 · Wie es wirkt

Was der Axolotl kann, übersetzt Axomera in Medizin.

Verliert ein Axolotl ein Bein, wächst es nach — Knochen, Nerven, Muskel, jedes an seinem Platz. Diese Ordnung folgt nicht allein den Genen, sondern auch elektrischen Signalen, die dem Gewebe sagen, wo es langgeht. Bioelektrische Steuerung ist ein Grundprinzip des Lebendigen. Axomera überträgt es präzise in die Behandlung.

Der Name Axomera erinnert an den Axolotl — das Tier, dessen Selbstheilung uns den Weg gewiesen hat.

Punktgenau

Spezifische, sehr schwache elektrische Felder am erkrankten Gewebe.

Entzündung

Wird gezielt moduliert — nicht blockiert, nicht erhitzt.

Regeneration

Zelluläre Reparaturprozesse werden angestoßen.

Verständlich erklärt

Eine Ebene tiefer als das Schmerzsignal.

Das Prinzip

Genau dort, wo die Steuerung gestört ist.

Unsere Zellen regeln Entzündung und Heilung über elektrische Potenziale. Bei chronischen Beschwerden gerät dieser Signalfluss durcheinander. Axomera erzeugt an genau dieser Stelle schwache elektrische Felder, die die körpereigenen Prozesse unterstützen sollen — Entzündung wird moduliert, Regeneration angestoßen.

Abgrenzung

Keine Blockade. Keine Hitze.

Axomera unterbricht nicht das Schmerzsignal wie ein TENS-Gerät und verödet nichts mit Hitze. Es arbeitet eine Ebene tiefer — an der biologischen Information selbst.

Einordnung · Medizinprodukt

Aktives Medizinprodukt, ärztlich angewendet.

Axomera ist ein aktives Medizinprodukt (CE, Klasse IIa, MDR 2017/745) und wird ausschließlich von geschulten Ärztinnen und Ärzten angewendet — nicht-invasiv, in der Regel schmerzarm, ohne operativen Eingriff.

Prof. Dr. Albrecht Molsberger
Das ist der Grund, warum wir von einer eigenen Ebene sprechen. Axomera behandelt nicht das Symptom und nicht das Schmerzsignal, sondern die elektrische Steuerung von Entzündung und Regeneration. Für die konservative Medizin öffnet das eine neue Dimension die, lange bekannt, erst jetzt endlich genutzt werden kann.
— Prof. Dr. med. Albrecht Molsberger, Entwickler der Axomera-Therapie
Wissenschaftliche Grundlage

Zwei Wirkprinzipien, wissenschaftlich begründet.

Wirkebene 01

Entzündung: moduliert, nicht betäubt.

Entzündetes Gewebe ist sauer, und diese Übersäuerung treibt den Schmerz. Dass schwache elektrische Felder solche Signalprozesse beeinflussen, ist in der Grundlagenforschung gut beschrieben. Axomera nutzt diesen Zusammenhang gezielt am Behandlungsort.

  • Entzündetes Gewebe ist sauer (niedriger pH).
  • Protonen aktivieren nozizeptive Signalwege.
  • Axomera soll die interzelluläre Signalübertragung modulieren und zur pH-Normalisierung beitragen.
  • Die Entzündungsreaktion kann sich dadurch abschwächen.
Wirkebene 02

Heilung folgt dem Spannungsgradienten.

Reparaturzellen wandern entlang körpereigener Spannungsgradienten — ein als Galvanotaxis beschriebener Vorgang, grundlagenwissenschaftlich gut belegt. Axomera setzt dieses Prinzip klinisch ein.

  • Zellen besitzen ein Membranpotential.
  • Spannungsgradienten steuern die Zellmigration.
  • Verletztes Gewebe erzeugt eigene Spannungsgradienten.
  • Axomera setzt diese Mechanismen klinisch ein.

Quelle u. a.: Zhao M, Song B, Pu J, et al. Nature 2006.

03 · Ihr Beitrag

Niemand kennt Ihren Schmerz so genau wie Sie.

Viele Patientinnen und Patienten fragen nach Übungen, Ernährung oder Nahrungsergänzung. Das kann Ihrer allgemeinen Gesundheit guttun — der wertvollste Beitrag zur Axomera-Therapie ist aber ein anderer: die genaue Beobachtung Ihres Schmerzes.

Axomera wirkt, indem feine Sonden punktgenau an der schmerzauslösenden Struktur platziert werden. Je genauer dieser Punkt bekannt ist, desto gezielter lässt er sich behandeln — und niemand kennt Ihren Schmerz so gut wie Sie selbst.

Normalerweise verdrängen wir Schmerz, lenken uns ab, vergessen ihn möglichst schnell. Zur Vorbereitung auf Ihre Behandlung gilt das Gegenteil: Suchen Sie den Schmerz bewusst auf.

Stellen Sie sich einen Stein im Schuh oder einen Splitter in der Haut vor — einen kleinen, genau lokalisierbaren Punkt, von dem der Schmerz ausgeht. Genau diesen lokalen Schmerzgenerator wollen wir gemeinsam finden.

Worauf Sie achten
  • Ortdie genaue Stelle
  • Qualitätstechend, brennend, dumpf, ziehend
  • Tiefeoberflächlich oder tief
  • Ausstrahlungwohin der Schmerz zieht
  • Auslöserwelche Bewegung oder Belastung
Zu Hause vorbereiten

Provozieren Sie den Schmerz vor dem Termin gezielt durch die Bewegung, die ihn auslöst, und zeichnen Sie ihn auf einer Körperskizze ein. Bringen Sie die Skizze mit.

Schmerz-Beobachtungsbogen herunterladen
Kurz vor der Sitzung

Möglichst keine Schmerzmittel — nur so bleibt das Areal genau lokalisierbar. Setzen Sie Dauermedikamente aber nie eigenmächtig ab — stimmen Sie das vorher mit der Praxis ab. Auf Kortison sollte kurz vor und nach der Behandlung verzichtet werden (bitte vorab besprechen).

Diese Vorarbeit macht die Behandlung präziser. Sie sind dabei Experte für Ihren eigenen Schmerz.

Häufige Fragen

Was Patientinnen und Patienten am häufigsten wissen wollen.

Wie verläuft eine typische Behandlungsserie?
Individuell — eine erste Einschätzung des Ansprechens ist meist nach 2–3 Sitzungen möglich. Wir besprechen das gemeinsam und passen das Vorgehen an Ihren Verlauf an.
Wie viele Sitzungen sind üblich?
Häufig 4–6 Sitzungen, je nach Beschwerdebild und Reaktion auf die Behandlung. Bei einzelnen Indikationen kann die Zahl darüber oder darunter liegen.
Was sollte ich vor und nach der Behandlung beachten?
Möglichst keine Schmerzmittel kurz vor der Sitzung, damit das Areal lokalisierbar bleibt. Eine bestehende Dauermedikation bitte nie eigenmächtig anpassen — sprechen Sie das vorab mit uns ab. Auf Kortison sollte vor und nach der Behandlung verzichtet werden — Details bitte vorab mit der Praxis besprechen.
Gibt es Nebenwirkungen?
Die Therapie wird gut vertragen. Vorübergehend können ein leichtes Wärmegefühl oder eine kurzzeitige Hautrötung an der Behandlungsstelle auftreten.
Werden die Kosten erstattet?
Axomera ist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten die Therapie häufig ganz oder teilweise.
Kann Axomera mit anderen Therapien kombiniert werden?
Ja — mit Akupunktur, Krankengymnastik, Manual- und physikalischer Therapie. Injektionen sind möglich, sofern es sich nicht um Kortison handelt; in derselben Sitzung verzichten wir auf Kortison.
Ihr Behandlungsteam

Wer Sie behandelt.

Ihr Behandler

Jonas Becker

Arzt · Orthopädie und Unfallchirurgie · Akupunktur

Führt Ihre Axomera-Behandlung durch und begleitet Sie über die gesamte Behandlungsserie. Er sichtet Ihre Befunde und gibt Ihnen aufgrund seiner Erfahrung eine Einschätzung zur Eignung des Verfahrens für Sie.

Werdegang

Werdegang wird ergänzt.

Entwickler des Verfahrens

Prof. Dr. Albrecht Molsberger

Orthopädie · Entwickler Axomera

Leitete die GERAC-Studien mit, entwickelte ab 2008 Axomera.

Dr. Gabriele Böwing

Innere Medizin · Akupunktur

Entwickelte die Akupunktur-Protokolle der GERAC-Studien mit.

Dr. Philipp Schröder

Ultraschallgestützte Schmerztherapie

Promovierte zum Clusterkopfschmerz, entwickelte die Sondentechnik.


Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch durch Prof. Molsberger oder Dr. Böwing ist möglich — hierfür gilt eine gesonderte Honorarvereinbarung nach GOÄ. Werdegang und Publikationen des Teams →

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