axomera
Schmerzverteilung mit Betonung des Trigeminus-Areals
Seltene Kopfschmerzformen

Seltene, besonders quälende Formen — die wir kennen.

Manche Kopfschmerzformen sind so selten, dass viele Ärztinnen und Ärzte sie nie sehen. SUNCT-Syndrom, paroxysmale Hemikranie und Hemicrania continua gehören dazu — aus unserer Cluster-Tradition heraus behandeln wir auch diese Erkrankungen.

Ärztliche Ersteinschätzung, bevor Sie anreisen.

SUNCT-Syndrom

Sehr hohe Attackenfrequenz.

SUNCT steht für Short-lasting Unilateral Neuralgiform headache attacks with Conjunctival injection and Tearing und gehört zu den trigemino-autonomen Kopfschmerzen. 

Charakter

Etwas länger als Trigeminusneuralgie.

Die Attacken sind etwas länger als bei der Trigeminusneuralgie, aber immer noch kurz — und ausschließlich im Augen-Stirn-Bereich lokalisiert.

Begleitsymptome

Rötung und Tränenfluss des Auges.

Typisch sind eine ipsilaterale konjunktivale Injektion (Augenrötung) und Tränenfluss während der Attacken — daher das „CT" im Namen.

Frequenz

Sehr hohe Attackenfrequenz.

SUNCT zeigt eine sehr hohe Attackenfrequenz und ist oft therapierefraktär — eine der schwierigsten Kopfschmerz-Erkrankungen überhaupt.

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Die bislang größte prospektive Serie (Cohen et al., n=43 SUNCT/SUNA) zeigt attackenweise konjunktivale Injektion und Tränenfluss bei durchweg kurzen, hochfrequenten Attacken. Klassische Antiepileptika (Standardtherapie der Trigeminusneuralgie) sind bei SUNCT häufig deutlich weniger wirksam; Lamotrigin gilt in der Literatur als vergleichsweise verträglichste Option, ein konsistentes Ansprechen ist jedoch nicht gesichert. Die Erkrankung bleibt in einem relevanten Anteil der Fälle therapierefraktär.

Cohen AS, Matharu MS, Goadsby PJ. SUNCT and SUNA — a prospective clinical study. Brain 2006;129(10):2746–60. PMID 16905753. — Pareja JA, Caminero AB, Sjaastad O. SUNCT syndrome: diagnosis and treatment. CNS Drugs 2002;16(6):373–83. PMID 12027784. — Costa A et al. Review of pharmacological treatment. Curr Neuropharmacol 2015;13(3):304–23. PMID 26411963.
Paroxysmale Hemikranie

Kürzere Attacken, dafür deutlich häufiger.

Die paroxysmale Hemikranie ähnelt dem Clusterkopfschmerz, verläuft aber in kürzeren, dafür zahlreicheren Attacken über den Tag. 

Charakter

Kurz, aber sehr häufig.

Attacken von 2 bis 30 Minuten, aber mehr als fünf am Tag — deutlich häufiger als beim Clusterkopfschmerz.

Begleitsymptome

Autonome Begleitzeichen.

Wie beim Cluster: Augenrötung, Tränenfluss, verstopfte oder laufende Nase, Lidschwellung — jeweils auf der Schmerzseite.

Diagnostisches Kennzeichen

Definiert durch das Ansprechen auf Indometacin.

Ein vollständiges Verschwinden der Beschwerden unter Indometacin gehört zur Diagnosestellung selbst — ohne dieses Ansprechen gilt die Diagnose nicht als gesichert.

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Indometacin gilt als Standardtherapie und liefert bei korrekter Dosierung meist ein vollständiges Ansprechen innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen; ein Behandlungsversuch mit ausreichend hoher Dosis (bis 150 mg/Tag über 3–4 Tage) dient zugleich der Diagnosesicherung. Ein relevanter Anteil der Betroffenen verträgt Indometacin jedoch nicht dauerhaft — gastrointestinale und neuropsychiatrische Nebenwirkungen sind häufig; Alternativen (COX-2-Hemmer, Melatonin, nicht-invasive Vagusnervstimulation) zeigen in kleineren Serien Wirkung, aber keine der Indometacin gleichwertige Verlässlichkeit.

Bahra A. Paroxysmal hemicrania and hemicrania continua: review on pathophysiology, clinical features and treatment. Cephalalgia 2023. — Villar-Martínez MD et al. Indomethacin-responsive headaches — a narrative review. Headache 2021. — Henningsen MJ et al. Epidemiology and clinical features of paroxysmal hemicrania: a systematic review and meta-analysis. Headache 2024;64(1):5–15. — Kamourieh S, Lagrata S, Matharu MS. Non-invasive vagus nerve stimulation is beneficial in chronic paroxysmal hemicrania. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2019;90(9):1072–4.
Hemicrania continua

Schmerz ohne Pause

Bei der Hemicrania continua besteht ein einseitiger Dauerkopfschmerz — ohne beschwerdefreies Intervall, aber mit aufgesetzten, stärkeren Schüben.

Charakter

Dauerschmerz ohne Pause.

Anders als bei Cluster, SUNCT und paroxysmaler Hemikranie gibt es keine attackenfreien Phasen — der Schmerz ist durchgehend vorhanden, meist mittelstark, mit episodischen Verschlimmerungen.

Begleitsymptome

Autonome Zeichen in den Schüben.

Während der Schübe treten wie bei den anderen trigemino-autonomen Kopfschmerzen Augenrötung, Tränenfluss oder eine laufende Nase auf der Schmerzseite hinzu.

Verlauf

Meist chronisch, selten remittierend.

Die meisten Verläufe sind von Beginn an durchgehend (chronisch); eine remittierende Form mit beschwerdefreien Phasen ist selten beschrieben. Auch dieser Kopfschmerz reagiert auf Indometacin.

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Auch bei der Hemicrania continua gehört das nahezu vollständige Ansprechen auf Indometacin zur Diagnosedefinition (Sjaastad & Spierings 1984). Wie bei der paroxysmalen Hemikranie limitieren gastrointestinale und neuropsychiatrische Nebenwirkungen die dauerhafte Einnahme bei einem relevanten Anteil der Betroffenen; COX-2-Hemmer, Melatonin und nicht-invasive Vagusnervstimulation werden als Alternativen diskutiert, mit bislang begrenzter Evidenz.

Sjaastad O, Spierings EL. Hemicrania continua: another headache absolutely responsive to indomethacin. Cephalalgia 1984;4:65–70. — Bahra A. Paroxysmal hemicrania and hemicrania continua: review on pathophysiology, clinical features and treatment. Cephalalgia 2023. — Villar-Martínez MD et al. Indomethacin-responsive headaches — a narrative review. Headache 2021.
Wo wir den Unterschied machen

Axomera bei SUNCT, paroxysmaler Hemikranie und Hemicrania continua.

Bei SUNCT ist das Ansprechen auf Medikamente oft begrenzt, und Indometacin wird von einem relevanten Teil der Betroffenen wegen Magen-Darm- oder neuropsychiatrischer Nebenwirkungen nicht dauerhaft vertragen.

Diese seltenen, trigemino-autonomen Kopfschmerzformen teilen eine gereizte Trigeminusschleife im Augen-Stirn-Bereich, die sich — anders als beim Clusterkopfschmerz — meist ohne längere beschwerdefreie Phasen selbst unterhält. Der Trigeminus-Endpunkt an Stirn und Auge ist von außen für die Axomera-Therapie zugänglich.

Axomera setzt an diesem zugänglichen Punkt an: computergesteuerte elektrische Signale in der Dimension zellulärer elektrischer Felder werden millimetergenau im Augen-Stirn-Bereich des Trigeminus platziert. Ziel ist, die Reizschwelle der Schleife anzuheben. Eine Verschlechterung des Krankheitsbildes haben wir dabei nicht beobachtet.

Einordnung: Diese neurophysiologische Hypothese ist empirisch durch viele Patientenverläufe begründet (Real-World-Daten), nicht durch kontrollierte Studien. Wie bei anderen Indikationen sprechen rund 20–30 % der Behandelten nicht an.

Wie Entzündung und Schmerz zusammenhängen
Wir behandeln eine Ebene tiefer — dort, wo der Körper Entzündung und Heilung selbst steuert.
Prof. Dr. Albrecht Molsberger
— Prof. Dr. Albrecht Molsberger · Entwickler der Axomera-Therapie, ärztlicher Leiter

Axomera ist ein international patentiertes bioelektrisches Verfahren.

Wie die Axomera-Therapie funktioniert
Ihr Behandlungsteam

Wer Sie behandelt.

Ihr Behandler

Jonas Becker

Arzt · Orthopädie und Unfallchirurgie · Akupunktur

Führt Ihre Axomera-Behandlung durch und begleitet Sie über die gesamte Behandlungsserie. Er sichtet Ihre Befunde und gibt Ihnen aufgrund seiner Erfahrung eine Einschätzung zur Eignung des Verfahrens für Sie.

Werdegang
  • Studium Humanmedizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Approbation 2020
  • Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie: HELIOS Krefeld, Sana Kliniken Düsseldorf, Schön Klinik Düsseldorf
  • Promotion RWTH Aachen zu Sarkopenie, Knochendichte und Frakturrisiko (Disputation steht bevor)
  • Akupunktur-A-Diplom; Fachkunde Strahlenschutz; Weiterbildung Sportmedizin und manuelle Therapie
  • Sportmedizinische Betreuung: Kraftsport Colonia e. V., DHC Düsseldorf
Entwickler des Verfahrens

Prof. Dr. Albrecht Molsberger

Orthopädie · Entwickler Axomera

Leitete die GERAC-Studien mit, entwickelte ab 2008 Axomera.

Dr. Gabriele Böwing

Innere Medizin · Akupunktur

Entwickelte die Akupunktur-Protokolle der GERAC-Studien mit.

Dr. Philipp Schröder

Ultraschallgestützte Schmerztherapie

Promovierte zum Clusterkopfschmerz, entwickelte die Sondentechnik.

Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch durch Prof. Molsberger oder Dr. Böwing ist möglich — hierfür gilt eine gesonderte Honorarvereinbarung nach GOÄ. Werdegang und Publikationen des Teams →

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