Den ausstrahlenden Nervenschmerz genau lokalisieren.
Wenn ein Bandscheibenvorfall auf die Nervenwurzel drückt, kann der Schmerz ins Bein oder in den Arm ziehen— und bleibt oft, auch wenn die akute Phase vorbei ist. Als Referenzzentrum der Axomera-Therapie untersuchen wir in Düsseldorf die schmerzhafte Region des entzündeten Nerven sehr genau und setzen in geegneten Fällen die Axomera Therapie ein.
Ärztliche Ersteinschätzung, bevor Sie anreisen.
Krankheitsbild
Nervenwurzel unter Druck.
Bei einem Bandscheibenvorfall drückt Bandscheibengewebe auf eine Nervenwurzel; das löst eine Nervenwurzelentzündung mit ausstrahlenden Schmerzen ins Bein (Ischialgie) oder in den Arm aus, oft verbunden mit Kribbeln und Taubheit.
Die meisten Vorfälle bessern sich über Wochen konservativ — bei anhaltenden Schmerzen stellt sich die Frage nach weiteren Optionen.
Patienten
Was Patienten berichten.
Typische Angaben
Aus unseren Patientengesprächen und den vorgelegten Arztbriefen.
Beschwerden seit meist mehreren Wochen bis Monaten
Konservative Therapie: Zeit heilt die Mehrheit — aber nicht alle.+
Etwa 80–90 % der lumbalen Bandscheibenvorfälle bilden sich innerhalb von sechs bis zwölf Wochen spontan zurück; sogar sequestrierte Vorfälle können sich radiologisch erheblich verkleinern. Basis der konservativen Versorgung sind aktive Bewegung, gezielte Physiotherapie und bedarfsweise NSAR — Bettruhe ist obsolet und verschlechtert das Ergebnis. Systematische Reviews zeigen für NSAR bei Ischialgie einen kleinen bis moderaten kurzfristigen Effekt gegenüber Placebo, für Opioide keinen überlegenen Nutzen bei relevanten Nebenwirkungen. Trotz Rückbildung im MRT verbleiben bei einem Teil der Patienten funktionelle Einschränkungen, Kribbeln oder residuale Schmerzen; ein zeitlich klar begrenzter konservativer Versuch (in der Regel 6–12 Wochen ohne Red Flags) ist evidenzbasierter Standard. Bei zunehmenden neurologischen Ausfällen, Blasen- oder Mastdarmstörungen ist die konservative Strategie sofort zu verlassen.
Chiu CC et al. Rate of spontaneous regression, Meta-Analyse. Clin Rehabil 2015. PMID 25009200. — Rasmussen-Barr E et al. NSAIDs for sciatica. Cochrane Database Syst Rev 2016;10:CD012382. — Hahne AJ et al. Non-surgical treatment for LDH: systematic review. Spine 2010;35(11):E488–504.
Injektionen (PRT / epidurale Infiltration): geringe Linderung, nur kurz.+
Periradikuläre und epidurale Kortison-Infiltrationen (PRT, transforaminal, interlaminär, kaudal) sollen die perineurale Entzündung an der komprimierten Nervenwurzel dämpfen. Der Cochrane-Review (Oliveira 2020) und weitere Meta-Analysen zeigen einen kleinen, kurzfristigen Effekt auf Bein-Schmerz und Funktion — überwiegend bis vier Wochen; die Effekte sind meist nicht klinisch relevant und über sechs Monate hinaus nicht robust nachweisbar. Zusatzeffekte von Kortison gegenüber Lokalanästhetikum alleine sind gering; ein Einfluss auf die spätere Operationsentscheidung ist nicht konsistent belegt. Seltene, aber ernste Komplikationen (v. a. transforaminal, partikuläres Kortison: neurologische Ereignisse) sind dokumentiert, weshalb bildwandler-gestützte Technik und nicht-partikuläres Kortison empfohlen werden. Sinnvoll als Überbrückung bei starkem radikulärem Schmerz — kein Ersatz für eine langfristige Strategie.
Oliveira CB et al. Epidural corticosteroid injections for lumbosacral radicular pain. Cochrane Database Syst Rev 2020;4:CD013577. — Pinto RZ et al. ESI for sciatica: SR/MA. Ann Intern Med 2012;157(12):865–877. — Bicket MC et al. Epidural steroid safety review. Reg Anesth Pain Med 2015.
Operation: gute Kurzzeitwirkung — jeder Fünfte bis Sechste wird nachoperiert.+
Die Bandscheiben-Operation — meist als mikrochirurgische Diskektomie oder minimalinvasive endoskopische Technik — ist bei Lähmungserscheinungen, Cauda-Symptomatik oder bei anhaltend unerträglichen Schmerzen über mehr als drei Monate indiziert. Kurzfristig sind die Ergebnisse gut: 78–95 % der Patienten berichten 1–2 Jahre nach dem Eingriff über eine deutliche Beschwerdebesserung. Die Langzeitdaten differenzieren dieses Bild: In großen Kohorten mit 10-Jahres-Nachbeobachtung liegt die Gesamt-Reoperationsrate zwischen 16,5 % und 22,1 %; ein Rezidiv des Bandscheibenvorfalls im selben Segment ist die häufigste Ursache (ca. 10 %). Etwa 30–70 % der Operierten berichten in Langzeitstudien über residuale Beschwerden unterschiedlicher Ausprägung — ein Aspekt, der in der präoperativen Aufklärung oft zu kurz kommt. Die Operation ist bei klarer Indikation ein etabliertes und in vielen Fällen sinnvolles Verfahren; angesichts der Rezidiv- und Langzeitraten sollte sie — außer bei absoluten Indikationen — erst nach ausreichend langem konservativem Versuch erwogen werden.
Aihara T et al. 10-Jahres-Follow-up. J Clin Neurosci 2022. PMID 34929635. — Kim CH et al. Nationwide sample cohort, 10 Jahre. Spine 2019. PMID 30973508. — Rushton A et al. BMC Musculoskelet Disord 2018. PMC6134506.
Natürlicher Verlauf
Der Körper resorbiert Bandscheibenvorfälle häufig selbst.
MRT-Verlaufsstudien zeigen: Je größer und weiter vorgefallen der Bandscheibenanteil, desto stärker der Schmerz aber auch desto wahrscheinlicher die spontane Rückbildung unter konservativer Therapie.
Der Prozess läuft über Wochen bis Monate und wird durch die Entzündungs mit Umbauvorgängen im Epiduralraum bis hin zur Resorption des Bandscheibengewebes vermittelt. Das ist ein starkes Argument, akute Bandscheibenvorfälle — sofern keine absoluten Operationsindikationen wie Lähmung oder Cauda-Symptomatik vorliegen — zunächst konservativ zu behandeln und dem Körper Zeit für die eigene Heilungsleistung zu geben.
Rashed S et al. Predictive factors for spontaneous regression, SR/MA. J Neurosurg Spine 2023;39(4):471–479. PMID 37486886. — Chiu CC et al. Probability of spontaneous regression, SR. Clin Rehabil 2015;29(2):184–195.
Wo wir den Unterschied machen
Periradikuläre Injektionen wirken oft nur für einige Wochen, und eine Bandscheiben-Operation kommt ohne Lähmungszeichen meist erst nach längerem konservativem Verlauf infrage.
Axomera bei Bandscheibenvorfall und Ischialgie.
Der vorgefallene Bandscheibenanteil komprimiert die Nervenwurzel; rund um die betroffene Wurzel entsteht dabei eine peri-neurale Azidose — eine lokale Übersäuerung, die die Schmerzfasern zusätzlich sensibilisiert und die Nervenwurzel übererregbar macht. Am Foramen, wo die Nervenwurzel aus dem Wirbelkanal austritt, liegt diese Region nah genug an der Oberfläche, um sie gezielt zu erreichen.
Axomera setzt an dieser Nervenwurzelregion an: computergesteuerte elektrische Signale in der Dimension zellulärer elektrischer Felder werden millimetergenau am Foramen und entlang des Nervenverlaufs im Bein platziert. Ziel ist, die Azidose zu puffern, die Nervenwurzel zu entlasten und ihre Übererregbarkeit zu senken — den Bandscheibenvorfall selbst beseitigt das nicht.
Einordnung: Diese neurophysiologische Hypothese ist empirisch durch viele Patientenverläufe begründet (Real-World-Daten), nicht durch kontrollierte Studien. Wie bei anderen Indikationen sprechen rund 20–30 % der Behandelten nicht an. Bei zunehmenden Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Blasen- und Mastdarmstörungen ist eine sofortige operative Abklärung nötig — Axomera ist dann kein Ersatz.
Zur bioelektrischen Stimulation liegen die mechanistische Grundlagenarbeit Molsberger & McCaig, Med Devices (Auckl) 2018;11:205–214, sowie die klinische Übersichtsarbeit Molsberger & McCaig, J Pain Res 2020;13:817–828 (PMID 32425586) vor. Eine indikationsspezifische, kontrollierte Studie speziell zu Bandscheibenvorfall/Ischialgie liegt uns nicht vor — die Anwendung stützt sich auf die allgemeine Wirkhypothese und klinische Erfahrung.
„
Wir behandeln eine Ebene tiefer — dort, wo der Körper Entzündung und Heilung selbst steuert.
— Prof. Dr. Albrecht Molsberger · Entwickler der Axomera-Therapie, ärztlicher Leiter
Axomera ist ein international patentiertes bioelektrisches Verfahren.
Jede Therapie braucht ihre eigene Untersuchung — bei uns ist das die Axomera-Diagnostik als Grundlage für die präzise Axomera-Therapie.
Axomera-Diagnostik
01Diagnose sichern und Einfluss eingenommener Medikamente prüfen
02Millimetergenaue Untersuchung — Schmerzpunkte an der betroffenen Nervenwurzel- und Segmentregion lokalisieren
Axomera-Therapie
034–6 Axomera-Behandlungen, gezielt an diesen Punkten
04Ziel: deutliche Reduktion von Schmerz und Muskelschwäche.
05In günstigen Verläufen: Langfristige Beschwerdefreiheit und Vermeidung einer OP.
Angestrebte Ziele & Behandlungsverlauf. Ein bestimmtes Ergebnis können wir nicht zusichern — Verläufe sind individuell. Je nach Erkrankungsverlauf können weniger oder mehr Behandlungen erforderlich sein.
Axomera moduliert die zellulären Signale zur Steuerung von Entzündung und Regeneration. Ziel ist es, eine chronifizierende Entzündung zu unterbrechen und eine qualitativ bessere Regeneration einzuleiten.
Patienten berichten
Einzelne Verläufe.
„
Seit drei Jahren hatte ich LWS-Schmerzen, ausstrahlend bis in den Unterschenkel. Meinen Tischtennissport konnte ich nicht mehr ausüben. Injektionen, Wurzelblockaden, Akupunktur, Schmerzmittel, Krankengymnastik — kaum Besserung. Mein Arzt setzte dann drei Axomera-Therapien ein — mit einer erheblichen Besserung einen Tag nach der ersten Behandlung. Sehr gutes Verfahren. Ich hätte es sehr viel früher angewendet haben wollen.
LWS-Bandscheibe mit Ischialgie
„Drei Behandlungen, deutliche Besserung nach Tag eins."
Patient, 77 — gekennzeichneter Einzelverlauf.
Dokumentierte Einzelverläufe, mit Einverständnis der Patienten. Individuelle Verläufe unterscheiden sich.
Ihr Behandlungsteam
Wer Sie behandelt.
JB
Ihr Behandler
Jonas Becker
Arzt · Orthopädie und Unfallchirurgie · Akupunktur
Führt Ihre Axomera-Behandlung durch und begleitet Sie über die gesamte Behandlungsserie. Er sichtet Ihre Befunde und gibt Ihnen aufgrund seiner Erfahrung eine Einschätzung zur Eignung des Verfahrens für Sie.
Werdegang +
Studium Humanmedizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Approbation 2020
Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie: HELIOS Krefeld, Sana Kliniken Düsseldorf, Schön Klinik Düsseldorf
Promotion RWTH Aachen zu Sarkopenie, Knochendichte und Frakturrisiko (Disputation steht bevor)
Akupunktur-A-Diplom; Fachkunde Strahlenschutz; Weiterbildung Sportmedizin und manuelle Therapie
Sportmedizinische Betreuung: Kraftsport Colonia e. V., DHC Düsseldorf
Entwickler des Verfahrens
AM
Prof. Dr. Albrecht Molsberger
Orthopädie · Entwickler Axomera
Leitete die GERAC-Studien mit, entwickelte ab 2008 Axomera.
GB
Dr. Gabriele Böwing
Innere Medizin · Akupunktur
Entwickelte die Akupunktur-Protokolle der GERAC-Studien mit.
PS
Dr. Philipp Schröder
Ultraschallgestützte Schmerztherapie
Promovierte zum Clusterkopfschmerz, entwickelte die Sondentechnik.
Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch durch Prof. Molsberger oder Dr. Böwing ist möglich — hierfür gilt eine gesonderte Honorarvereinbarung nach GOÄ. Werdegang und Publikationen des Teams →
Fernpatienten · D-A-CH
Für Patienten, die überregional anreisen, klären wir anhand eingesandter Befunde vorab, ob ein Behandlungsversuch sinnvoll ist — das spart Ihnen eine unnötige Reise.
Termin
So kommen Sie zu uns.
Aus der Region
Termin direkt vereinbaren.
Bis etwa 100 Kilometer vereinbaren Sie Ihren Termin direkt — telefonisch oder über den Online-Terminkalender. Bringen Sie Ihre Befunde mit; alles Weitere besprechen wir bei Ihnen vor Ort.
Senden Sie uns vorab Ihre Befunde — Sie erhalten eine fachärztliche Einschätzung, bevor Sie sich auf den Weg machen. International auf Wunsch als Concierge-Service mit Therapie vor Ort.
Ersteinschätzungsbogen — ausfüllen, bevor wir sprechen.
Vier Seiten zu Diagnose, Verlauf, bisherigen Therapieversuchen und Medikation. Sie können den Bogen am Rechner ausfüllen oder ausdrucken und mit der Hand. Bringen Sie ihn zum Termin mit oder senden Sie ihn vorab — dann ist die gemeinsame Zeit für das Wesentliche frei.