axomera
Karpaltunnelsyndrom

Bei Kribbeln in der Hand genau hinschauen.

Nachts schläft die Hand ein, tagsüber wird der Griff unsicher. Als Referenzzentrum der Axomera-Therapie in Düsseldorf untersuchen wir die schmerzhaft gereizte Region am Handgelenk und behandeln sie bioelektrisch — ein Therapieansatz auf der Schmerz- und Entzündungsebene..

Ärztliche Ersteinschätzung, bevor Sie anreisen.

Lupe über dem Karpaltunnel — schmerzhafte Region am Handgelenk
Krankheitsbild

Engpass-Syndrom am Nervus medianus.

Das Karpaltunnelsyndrom ist das häufigste Nervenengpass-Syndrom: Der Nervus medianus wird im Karpaltunnel am Handgelenk durch Schwellungen nach Überlastung oder auch anatomisch (z.B. vernarbtes Gewebe) eingeengt.

Typisch sind Kribbeln und Taubheit in Daumen, Zeige- und Mittelfinger, vor allem nachts, später Schwäche der Daumenmuskulatur.

Patienten

Was Patienten berichten.

Typische Angaben

Aus unseren Patientengesprächen und den vorgelegten Arztbriefen.

  • Beschwerden seit meist mehreren Monaten
  • Nächtliches Kribbeln und Einschlafen der Hand
  • Taubheit in Daumen, Zeige- und Mittelfinger
  • Zunehmende Schwäche im Daumenballen
  • Auslöser: Überlastung, nächtliche Fehlhaltung
Bisherige Therapie

Fast immer in dieser Reihenfolge.

  1. Nächtliche Handgelenkschiene
  2. Entzündungshemmende Medikamente / Schmerzmittel
  3. Cortison (oral oder Injektion in den Karpaltunnel)
  4. Ergotherapie
  5. OP (Karpaltunnelspaltung)
Standardtherapien im Blick

Was die Standardtherapien wirklich leisten.

Nachtschiene, NSAR und Kortison, Operation — die drei Säulen der konservativen und operativen Versorgung. Hier steht, was die Studienlage dazu zeigt.

Nachtschiene: kurzfristig hilfreich, langfristig oft zu wenig.

Eine Handgelenks-Nachtschiene hält das Handgelenk in Neutralstellung und entlastet den Nervus medianus in der Nacht. Damit werden nächtliche Missempfindungen und Schmerzen häufig kurzfristig gelindert. Kontrollierte Studien zeigen eine symptomatische Wirkung über wenige Wochen; ein belastbarer Nachweis für eine anhaltende Wirkung über mehrere Monate fehlt. Die Nachtschiene ist ein sicherer, kostengünstiger erster Schritt — als alleinige Langzeittherapie reicht sie bei vielen Patienten nicht aus.

Page D et al. Splinting for CTS. Cochrane Database Syst Rev. — Chesterton LS et al. INSTINCTS trial. Lancet 2018;392:1423–1433. PMC6196880.

Medikamente: Wirkung meist auf den ersten Monat begrenzt.

NSAR (Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac) werden häufig verordnet, für eine spezifische Wirkung beim Karpaltunnelsyndrom ist die Evidenz jedoch schwach — sie lindern akute Schmerzen, adressieren aber nicht die Kompression des Nervs. Die lokale Kortison-Injektion in den Karpaltunnel ist die am besten untersuchte konservative Maßnahme: Nach einem Monat sind Patienten deutlich häufiger gebessert als unter Placebo (relatives Risiko 2,58; 95 %-KI 1,72–3,87). Für eine klinisch relevante Wirkung über den ersten Monat hinaus gibt es keine belastbare Evidenz; auch eine zweite Injektion bringt keinen signifikanten Zusatznutzen. Orale Kortisongabe ist der lokalen Injektion unterlegen und für den Langzeiteinsatz aufgrund systemischer Nebenwirkungen nicht sinnvoll.

Marshall S et al. Local corticosteroid injection for CTS. Cochrane Database Syst Rev CD001554. — Chesterton LS et al. Lancet 2018;392:1423–1433. PMC6196880. — Babaei-Ghazani A et al. Meta-analysis, n=448. PMC8128919.

Operation: bewährt — aber gerade bei schwerem Befund am wenigsten überzeugend.

Die Karpaltunnel-Operation gehört zu den häufigsten elektiven Eingriffen überhaupt und liefert in den ersten Wochen bei den meisten Patienten eine deutliche Besserung der nächtlichen Beschwerden. Die vollständige Rückkehr zu Kraft und Belastbarkeit dauert je nach Technik und Ausgangsbefund mehrere Wochen bis mehrere Monate. In Langzeitkohorten liegen die Reoperationsraten bei 1,4–4,4 % (offen) bzw. 2,8–6,5 % (endoskopisch). Patienten mit elektrophysiologisch schwerer Erkrankung berichten über signifikant längere Erholungszeiten und geringere Schmerzlinderung als Patienten mit milden Befunden — gerade dort also, wo der Leidensdruck am größten ist.

Wade RG et al. BJS Open 2024. PMC12284922. — Alqawasmi AS et al. 10-Jahres-Follow-up, n=581. PMC12000157. — Guo D et al. J Clin Med 2024. PMC10779930. — Chapman CB et al. Hand (NY) 2012;7(3):242–246. PMC3418353.

PATIENTENSTIMME ZUR AXOMERA THERAPIE
Ich litt seit fünf Monaten an Schmerzen, besonders nachts, und Kribbeln in den Fingern. Auslöser war intensive Gartenarbeit. Axomera musste viermal angewendet werden. Das Kribbeln wurde weniger und der Schmerz verschwand. Ich bin glücklich, weil meine Hand wieder gesund ist und eine Operation vermieden werden konnte.
— K. M., Patientin der Praxis

Dokumentierter Einzelverlauf, mit Einverständnis der Patientin. Individuelle Verläufe unterscheiden sich.

Wo wir den Unterschied machen

Handgelenksschienen und Kortison-Injektionen lindern die Beschwerden oft nur vorübergehend, und die operative Karpaltunnelspaltung ist ein Schritt, den viele Patienten zunächst hinauszögern möchten.

Axomera beim Karpaltunnelsyndrom.

Im Karpaltunnel drückt entzündlich geschwollenes Gewebe auf den Nervus medianus; diese Schwellung um den Nerv — nicht die knöcherne Enge selbst — ist bei vielen Patienten die eigentlich behandelbare Komponente. Der Karpaltunnel liegt handflächenseitig direkt unter der Haut und ist von außen gut zugänglich.

Axomera setzt an diesem entzündlich geschwollenen Gewebe an: computergesteuerte elektrische Signale in der Dimension zellulärer elektrischer Felder werden millimetergenau um den Nervus medianus platziert. Ziel ist, die Schwellung zu senken und die Reizschwelle des Nervs anzuheben — eine anatomisch fixierte Enge selbst wird dadurch nicht beseitigt.

Einordnung: Diese neurophysiologische Hypothese ist empirisch durch viele Patientenverläufe begründet (Real-World-Daten), nicht durch kontrollierte Studien. Wie bei anderen Indikationen sprechen rund 20–30 % der Behandelten nicht an. Bei anatomisch fixierter Einengung des Nervs (Engpass, Narbengewebe) ist eine OP indiziert — Axomera ersetzt sie in diesem Fall nicht.

Wie Entzündung und Schmerz zusammenhängen

Zur bioelektrischen Stimulation liegen die mechanistische Grundlagenarbeit Molsberger & McCaig, Med Devices (Auckl) 2018;11:205–214, sowie die klinische Übersichtsarbeit Molsberger & McCaig, J Pain Res 2020;13:817–828 (PMID 32425586) vor. Eine indikationsspezifische, kontrollierte Studie speziell zum Karpaltunnelsyndrom liegt uns nicht vor — die Anwendung stützt sich auf die allgemeine Wirkhypothese und klinische Erfahrung.

Wir behandeln eine Ebene tiefer — dort, wo der Körper Entzündung und Heilung selbst steuert.
Prof. Dr. Albrecht Molsberger
— Prof. Dr. Albrecht Molsberger · Entwickler der Axomera-Therapie, ärztlicher Leiter

Axomera ist ein international patentiertes bioelektrisches Verfahren.

Wie die Axomera-Therapie funktioniert
Unser Vorgehen

So gehen wir bei Ihnen vor.

Jede Therapie braucht ihre eigene Untersuchung — bei uns sind das die Axomera-Diagnostik und die Axomera-Therapie.

Axomera-Diagnostik
  1. Diagnose sichern und Einfluss eingenommener Medikamente prüfen
  2. Millimetergenaue Untersuchung — Schmerzpunkte an der gereizten Region am Handgelenk lokalisieren
Axomera-Therapie
  1. 4–6 Axomera-Behandlungen, gezielt an diesen Punkten
  2. Ziel: deutliche Reduktion von neurogender Entzündung und Schmerz.
  3. In günstigen Verläufen: Nachheilung bis zur  gewohnten Einsatzfähigkeit der Hand im Alltag.

Angestrebte Ziele & Behandlungsverlauf. Ein bestimmtes Ergebnis können wir nicht zusichern — Verläufe sind individuell. Je nach Erkrankungsverlauf können weniger oder mehr Behandlungen erforderlich sein.

Axomera adressiert bioelektrisch die Schmerz- und Reizkomponente am Handgelenk — auf einer anderen Ebene als Schiene, Kortison und OP; eine mechanische Enge des Nervs wird dadurch nicht beseitigt.

Axomera ist ein international patentiertes bioelektrisches Verfahren.

Wie die Axomera-Therapie funktioniert
Ihr Behandlungsteam

Wer Sie behandelt.

Ihr Behandler

Jonas Becker

Arzt · Orthopädie und Unfallchirurgie · Akupunktur

Führt Ihre Axomera-Behandlung durch und begleitet Sie über die gesamte Behandlungsserie. Er sichtet Ihre Befunde und gibt Ihnen aufgrund seiner Erfahrung eine Einschätzung zur Eignung des Verfahrens für Sie.

Werdegang
  • Studium Humanmedizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Approbation 2020
  • Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie: HELIOS Krefeld, Sana Kliniken Düsseldorf, Schön Klinik Düsseldorf
  • Promotion RWTH Aachen zu Sarkopenie, Knochendichte und Frakturrisiko (Disputation steht bevor)
  • Akupunktur-A-Diplom; Fachkunde Strahlenschutz; Weiterbildung Sportmedizin und manuelle Therapie
  • Sportmedizinische Betreuung: Kraftsport Colonia e. V., DHC Düsseldorf
Entwickler des Verfahrens

Prof. Dr. Albrecht Molsberger

Orthopädie · Entwickler Axomera

Leitete die GERAC-Studien mit, entwickelte ab 2008 Axomera.

Dr. Gabriele Böwing

Innere Medizin · Akupunktur

Entwickelte die Akupunktur-Protokolle der GERAC-Studien mit.

Dr. Philipp Schröder

Ultraschallgestützte Schmerztherapie

Promovierte zum Clusterkopfschmerz, entwickelte die Sondentechnik.

Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch durch Prof. Molsberger oder Dr. Böwing ist möglich — hierfür gilt eine gesonderte Honorarvereinbarung nach GOÄ. Werdegang und Publikationen des Teams →

Termin

So kommen Sie zu uns.

Aus der Region

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Bis etwa 100 Kilometer vereinbaren Sie Ihren Termin direkt — telefonisch oder über den Online-Terminkalender. Bringen Sie Ihre Befunde mit; alles Weitere besprechen wir bei Ihnen vor Ort.

Fernpatienten

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Senden Sie uns vorab Ihre Befunde — Sie erhalten eine fachärztliche Einschätzung, bevor Sie sich auf den Weg machen. International auf Wunsch als Concierge-Service mit Therapie vor Ort.

Vorbereitung

Ersteinschätzungsbogen — ausfüllen, bevor wir sprechen.

Vier Seiten zu Diagnose, Verlauf, bisherigen Therapieversuchen und Medikation. Sie können den Bogen am Rechner ausfüllen oder ausdrucken und mit der Hand. Bringen Sie ihn zum Termin mit oder senden Sie ihn vorab — dann ist die gemeinsame Zeit für das Wesentliche frei.

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