axomera
Schulterschmerzen · Düsseldorf

Kleine Entzündung. Große Wirkung. Präzise lokalisiert.

Schulterschmerzen sind hartnäckig und haben viele mögliche Ursachen. Als Referenzzentrum der Axomera-Therapie suchen wir die schmerzhafte Region — ob Rotatorenmanschette, Engpass oder Kalkschulter — oft kleinste Entzündungen mit maximaler Beeinträchtigung - und behandeln sie bioelektrisch, bei Bedarf in Kombination mit Akupunktur und anderen Verfahren..

Ärztliche Ersteinschätzung, bevor Sie anreisen.

Lupe über der schmerzhaften Schulterregion
Krankheitsbild

Viele Ursachen — meist langwierig.

Schulterschmerzen haben viele Ursachen — Engpass-Syndrom (Impingement), Reizung oder Teilschädigung der Rotatorenmanschette, Kalkschulter oder Schleimbeutelreizung.

Charakteristisch ist, dass Schultererkrankungen oft langwierig sind und sich über viele Monate hinziehen; eine möglichst lange konservative Behandlung ist meist sinnvoll.

Patienten

Was Patienten berichten.

Typische Angaben

Aus unseren Patientengesprächen und den vorgelegten Arztbriefen.

  • Beschwerden seit meist mehreren Monaten bis über einem Jahr
  • Schmerz beim Heben und Drehen des Arms
  • Nächtlicher Schmerz beim Liegen auf der Schulter
  • Bewegungseinschränkung
  • Oft mehrere Ärzte und Vorbehandlungen. OP empfohlen.
Bisherige Therapie

Fast immer in dieser Reihenfolge.

  1. Schonung und Schmerzmittel (NSAR)
  2. Physiotherapie (Kräftigung der Rotatorenmanschette)
  3. Cortison-Injektion (subakromial)
  4. Stoßwelle (v. a. Kalkschulter)
  5. OP (z. B. Arthroskopie / Dekompression / Sehnennaht)
MRT-Befunde am Schultergelenk

Nicht jeder MRT-Befund erklärt den Schmerz.

Rotatorenmanschettenveränderungen und Supraspinatus-Teilrupturen im MRT sind in vielen Fällen altersbedingte Zufallsbefunde ohne klinisches Korrelat. Die Prävalenz asymptomatischer Rotatorenmanschettenveränderungen steigt kontinuierlich mit dem Lebensalter:

7 %unter 20 Jahre
26 %41–60 Jahre
50 %61–80 Jahre
56 %ab 80 Jahre

In populationsbasierten Ultraschall-Studien haben zusätzlich 11–17 % völlig asymptomatischer Schultern nachweisbare Vollrupturen der Rotatorenmanschette. Ein im MRT sichtbarer Sehnenriss ist deshalb nicht automatisch die Ursache der Beschwerden — klinische Untersuchung, Beschwerdemuster und Verlauf sind oft aussagekräftiger als das Bild. Vor jeder Entscheidung für eine Operation sollte deshalb die Übereinstimmung zwischen Bildbefund und klinischem Beschwerdebild sorgfältig geprüft werden.

Teunis T et al. Prevalence of rotator cuff disease with increasing age, n=6.112 Schultern. J Shoulder Elbow Surg 2014;23(12):1913–1921. — Rotator Cuff Imaging Abnormalities in Asymptomatic Shoulders: SR, 53 Studien. JOSPT 2025. — Yamamoto A et al. Prevalence of symptomatic and asymptomatic rotator cuff tears in the general population. PMC3768248.

Bizepssehne

Bizepssehnenschmerz — häufig fehlgedeutet.

Ein „empfindlicher Punkt" über der langen Bizepssehne im Bereich der vorderen Schulter gehört zu den häufigsten Palpationsbefunden bei Schulterschmerzen — er ist aber diagnostisch weit weniger aussagekräftig, als oft angenommen wird. Isolierte Pathologien der Bizepssehne sind in bildgebenden Studien mit etwa 25 % relativ selten:

42 %Bizepssehne und Rotatorenmanschette intakt
27 %isolierte Bizepssehnenpathologie
14 %isolierte Rotatorenmanschettenpathologie
18 %kombinierte Pathologie beider Strukturen

Der klassische vordere Schulterschmerz mit Ausstrahlung in den Oberarm ist zudem nicht spezifisch — er entsteht ebenso bei Rotatorenmanschettenpathologie, SLAP-Läsionen, subakromialem Impingement oder einer zervikalen Nervenwurzelreizung (C5/C6). Histologische Untersuchungen zeigen darüber hinaus, dass die klassische „Bizepstendinitis" meist keine akute Entzündung, sondern eine degenerative Tendinopathie ist — ein Befund, der die Erwartungen an entzündungshemmende Medikamente relativiert. Ein positiver Palpationsbefund oder ein MRT-Signal an der Bizepssehne ist deshalb nie ein isolierter Grund für eine Operation — die Ursache der Beschwerden liegt bei der Mehrheit der Patienten im umgebenden Schulterkomplex.

Cheng L et al. Humeral head migration and biceps tendon pathology, 3T MRI cohort, n=79. PMC9446281. — Redondo-Alonso L et al. Supraspinatus und lange Bizepssehne, SR. BMC Musculoskelet Disord 2014;15:377. PMC4247626. — Krupp RJ et al. Proximal biceps tendinitis and tendinopathy. StatPearls 2023. NBK533002. — Ellman MB, Yanke AB, Cole BJ. Diagnosis and management of biceps tendinitis. J Am Acad Orthop Surg. — Kircher J et al. Surgical treatment trends of LHB pathology 2010–2019. PMC12047552.

Standardtherapien im Blick

Was die Standardtherapien wirklich leisten.

Konservative Therapie: Medikamente, Physiotherapie und Akupunktur.

NSAR und Schmerzmittel lindern akute Schulterschmerzen kurzfristig, verändern aber den langfristigen Verlauf nicht; für Kortisoninjektionen ist ein Kurzzeiteffekt in den ersten 6–8 Wochen belegt, danach kein Vorteil gegenüber Placebo, und wiederholte Injektionen können die Sehnenqualität beeinträchtigen. Bei chronischem Schulterschmerz zeigt die GRASP-Studie (n=424, patient-blinded, BMBF-gefördert) in direktem Vergleich, dass 15 Akupunkturbehandlungen über 6 Wochen einer konventionellen Standardtherapie (NSAR, Physiotherapie, Kortison) statistisch signifikant überlegen sind: Responder-Rate 65 % unter Akupunktur versus 37 % unter konventioneller Therapie (p<0,01, 3 Monate nach Therapieende). Aktuelle Meta-Analysen bestätigen diesen Effekt bei rotatorenmanschettenbedingten Schulterschmerzen und beim postoperativen Rehabilitationsverlauf. Frozen Shoulder wird nach aktueller Evidenz nicht als primär mechanisches, sondern als neuroimmunologisch-fibrotisches Geschehen mit Fibroblasten-Aktivierung und Zytokin-Dysregulation (IL-1β, IL-6, TNF-α) verstanden — die Kapsel entzündet und fibrosiert ohne mechanische Ursache. In dieser Konstellation ist eine konsequent geführte konservative Therapie über Monate die Regel; Akupunktur gehört evidenzbasiert zu den wirksamsten konservativen Optionen bei chronischen Schulterbeschwerden.

Molsberger AF et al. GRASP: Responder Verum 65 % vs. konventionell 37 % vs. Sham 24 % (p<0,01), n=424. Pain 2010;151:146–154. PMID 20655660. — Chen JH et al. Akupunktur in RC-Reha, MA von 18 RCTs (n=376). Front Surg 2025. PMC12454321. — Lo CS et al. Kombination vs. Einzel-Physio bei RCRSP, network MA. J Clin Med 2025. PMC12250685. — Ryan V et al. Pathophysiologie Frozen Shoulder, SR. BMC Musculoskelet Disord 2016;17:340. — Akbar M et al. Fibroblast & Inflammation. PLoS ONE 2019;14:e0215301.

Stoßwellentherapie.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) hat bei Schultererkrankungen eine klar umgrenzte Indikation: die Kalkschulter (Tendinosis calcarea) mit symptomatischen Kalkdepots. Bei diesem Krankheitsbild kann die ESWT das Kalkdepot fragmentieren und die Resorption beschleunigen; die Evidenz für Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung ist in mehreren randomisierten Studien belegt. Bei anderen Schulterpathologien — Rotatorenmanschetten-Tendinopathie ohne Verkalkung, subakromiales Schmerzsyndrom, Frozen Shoulder — ist die Studienlage heterogen und ein spezifischer Nutzen weniger überzeugend als bei der Kalkschulter. Die Behandlung ist ambulant und wenig belastend, kann jedoch bei falscher Indikation den Schmerzverlauf auch verstärken. Die Stoßwellentherapie hat ihren Platz bei symptomatischen Kalkdepots — bei anderen Schulterproblemen sollte sie nicht routinemäßig eingesetzt werden.

Bannuru RR et al. High-energy ESWT for chronic calcific tendinitis of the shoulder: Meta-Analyse. Ann Intern Med 2014. — Xue X et al. ESWT for rotator cuff injury: SR protocol. PLoS ONE 2024. PMC11078342.

Operation: subakromiale Dekompression — Placebo-kontrolliert widerlegt.

Die häufigste Schulterarthroskopie ist die subakromiale Dekompression — ein Eingriff, dessen Wirksamkeit durch zwei placebo-kontrollierte Landmark-Studien grundlegend infrage gestellt wurde: Die CSAW-Studie (Lancet 2018, n=313) und die FIMPACT-Studie (BMJ 2018, 5-Jahres-Follow-up 2020, n=210) zeigten in randomisierten Vergleichen zwischen subakromialer Dekompression, Placebo-Arthroskopie und Krankengymnastik keinen signifikanten Unterschied im Ergebnis — weder nach 12 Monaten noch nach 5 Jahren. MRT-Studien belegen zusätzlich, dass Rotatorenmanschettenrisse häufig altersbedingte, asymptomatische Zufallsbefunde sind: Die Prävalenz steigt von 6,7 % bei unter 20-Jährigen auf über 50 % bei über 80-Jährigen (Teunis-Meta-Analyse, n=6.112 Schultern), und in Populationsstudien haben 11–17 % asymptomatischer Schultern sonographisch nachweisbare Vollrupturen. Ein im MRT sichtbarer Supraspinatusriss ist deshalb nicht automatisch die Schmerzursache — die klinische Untersuchung und der Verlauf sind entscheidender als der Bildbefund. Operativ indiziert sind Schulterarthroskopien bei traumatischen Rupturen mit klinischem Korrelat, funktionell relevanten Ausfällen und nach mehrmonatig erfolgloser konservativer Therapie. Vor jeder elektiven Schulteroperation sollte die Diskrepanz zwischen Bildbefund und Beschwerden sowie die Wirksamkeit konservativer Verfahren — insbesondere der in der GRASP-Studie belegten Akupunktur — geprüft werden.

Beard DJ et al. CSAW: placebo-controlled RCT. Lancet 2018;391:329–338. — Paavola M et al. FIMPACT: placebo-surgery RCT. BMJ 2018;362:k2860. — Paavola M et al. FIMPACT 5-year follow-up. BJSM 2020. PMC7788208. — Teunis T et al. SR of rotator cuff disease prevalence, n=6.112. J Shoulder Elbow Surg 2014. — Yamamoto A et al. Symptomatic and asymptomatic rotator cuff tears. PMC3768248.

Wo wir den Unterschied machen

Kortison-Injektionen unter das Schulterdach wirken oft nur wenige Wochen, und eine Arthroskopie ist bei vielen Befunden nicht zwingend die nächste sinnvolle Stufe.

Axomera bei Schulterschmerzen.

Unter dem Schulterdach reiben Sehnen der Rotatorenmanschette und ein Schleimbeutel bei jeder Armbewegung aneinander; hält die Belastung an, gerät der Sehnenumbau ins Hintertreffen und die Entzündung verselbständigt sich. Diese Strukturen liegen direkt unter dem Schulterdach und sind von außen gut zugänglich.

Axomera setzt an dieser Region an: computergesteuerte elektrische Signale in der Dimension zellulärer elektrischer Felder werden millimetergenau an Sehnenansätzen und Schleimbeutel unter dem Schulterdach platziert. Ziel ist, den gestörten Sehnenumbau wieder zugunsten der Heilung zu verschieben.

Einordnung: Diese neurophysiologische Hypothese ist empirisch durch viele Patientenverläufe begründet (Real-World-Daten), nicht durch kontrollierte Studien. Wie bei anderen Indikationen sprechen rund 20–30 % der Behandelten nicht an.

Wie Entzündung und Schmerz zusammenhängen

Zur bioelektrischen Stimulation liegen die mechanistische Grundlagenarbeit Molsberger & McCaig, Med Devices (Auckl) 2018;11:205–214, sowie die klinische Übersichtsarbeit Molsberger & McCaig, J Pain Res 2020;13:817–828 (PMID 32425586) vor. Eine indikationsspezifische, kontrollierte Studie speziell zu Schulterschmerzen liegt uns nicht vor — die Anwendung stützt sich auf die allgemeine Wirkhypothese und klinische Erfahrung.

Sportler wollen nicht nur schmerzfrei sein. Sie wollen wieder belasten können — daran messen wir uns.
Dr. med. Philipp Schröder
— Dr. Philipp Schröder · Ultraschallgestützte Sondenplatzierung, Mitentwickler der Axomera-Therapie

Axomera ist ein international patentiertes bioelektrisches Verfahren.

Wie die Axomera-Therapie funktioniert
Unser Vorgehen

So gehen wir bei Ihnen vor.

Jede Therapie braucht ihre eigene Untersuchung — und die Axomera-Diagnostik ist die Voraussetzung für eine gezielte Axomera-Therapie.

Axomera-Diagnostik
  1. Diagnose sichern und Einfluss eingenommener Medikamente prüfen
  2. Millimetergenaue Untersuchung — Schmerzpunkte an der gereizten Sehnen- und Weichteilregion der Schulter lokalisieren
Axomera-Therapie
  1. 4–6 Axomera-Behandlungen, gezielt an diesen Punkten, Oft Kombination mit Akupunktur.
  2. Ziel: deutliche Reduktion von Schmerz und Beweglichkeit
  3. In günstigen Verläufen: Abkürzung des Krankheitsverlaufs mit voller Einsatzfähigkleit der Schulter im Alltag. Vermeidung einer OP.

Angestrebte Ziele & Behandlungsverlauf. Ein bestimmtes Ergebnis können wir nicht zusichern — Verläufe sind individuell. Je nach Erkrankungsverlauf können weniger oder mehr Behandlungen erforderlich sein.

Axomera behandelt die gereizte Sehnen- und Weichteilregion der Schulter bioelektrisch.  Sie setzt eine Ebene tiefer an als Schmerzmittel, Spritze und Stoßwelle. Axomera moduliert direkt die  körpereigene Steuerung von Entzündung und Heilung — und wird bei Bedarf mit Akupunktur und anderen Verfahren kombiniert.

Patienten berichten

Einzelne Verläufe.

Schon nach drei Wochen Schulterschmerzen wurde mir eine arthroskopische Operation empfohlen — die Supraspinatussehne habe keinen Platz mehr und sei angerissen. Ich habe mich dagegen entschieden. Stattdessen: Axomera, Akupunktur, Physiotherapie und vier Monate Geduld. Heute fühlt sich meine Schulter wieder völlig gesund an — ohne OP.
Einzelverlauf

Vier Monate Geduld statt Arthroskopie.

E. H., Patientin — gekennzeichneter Einzelverlauf aus der Praxis.

Dokumentierte Einzelverläufe, mit Einverständnis der Patienten. Individuelle Verläufe unterscheiden sich.

Ihr Behandlungsteam

Wer Sie behandelt.

Ihr Behandler

Jonas Becker

Arzt · Orthopädie und Unfallchirurgie · Akupunktur

Führt Ihre Axomera-Behandlung durch und begleitet Sie über die gesamte Behandlungsserie. Er sichtet Ihre Befunde und gibt Ihnen aufgrund seiner Erfahrung eine Einschätzung zur Eignung des Verfahrens für Sie.

Werdegang
  • Studium Humanmedizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Approbation 2020
  • Weiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie: HELIOS Krefeld, Sana Kliniken Düsseldorf, Schön Klinik Düsseldorf
  • Promotion RWTH Aachen zu Sarkopenie, Knochendichte und Frakturrisiko (Disputation steht bevor)
  • Akupunktur-A-Diplom; Fachkunde Strahlenschutz; Weiterbildung Sportmedizin und manuelle Therapie
  • Sportmedizinische Betreuung: Kraftsport Colonia e. V., DHC Düsseldorf
Entwickler des Verfahrens

Prof. Dr. Albrecht Molsberger

Orthopädie · Entwickler Axomera

Leitete die GERAC-Studien mit, entwickelte ab 2008 Axomera.

Dr. Gabriele Böwing

Innere Medizin · Akupunktur

Entwickelte die Akupunktur-Protokolle der GERAC-Studien mit.

Dr. Philipp Schröder

Ultraschallgestützte Schmerztherapie

Promovierte zum Clusterkopfschmerz, entwickelte die Sondentechnik.

Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch durch Prof. Molsberger oder Dr. Böwing ist möglich — hierfür gilt eine gesonderte Honorarvereinbarung nach GOÄ. Werdegang und Publikationen des Teams →

Termin

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Vorbereitung

Ersteinschätzungsbogen — ausfüllen, bevor wir sprechen.

Vier Seiten zu Diagnose, Verlauf, bisherigen Therapieversuchen und Medikation. Sie können den Bogen am Rechner ausfüllen oder ausdrucken und mit der Hand. Bringen Sie ihn zum Termin mit oder senden Sie ihn vorab — dann ist die gemeinsame Zeit für das Wesentliche frei.

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